Forschungsprojekt Mikroplastik

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Wir haben uns sehr gefreut, das das ERASMUS+Projekt „HEAL“ am Sigmund-Schuckert-Gymnasium unterstützen zu können, bei dem Schülerinnen und Schüler Proben aus verschiedenen Nürnberger Gewässer untersucht haben und dabei - wen wundert es? - tatsächlich reichlich Plastikteilchen finden konnten.

Hier der gesamte Projektbericht von Giulia Slawinski, Sigmund-Schuckert-Gymnasium Nürnberg:

Seit Ende November besteht eine Erasmus-Projektgruppe zum Thema „HEAL“ am Sigmund-Schuckert-Gymnasium in Nürnberg-Eibach. Aus der großen Anzahl an interessierten Schülern formte sich die Erasmus+ -Gruppe, die sich regelmäßig trifft, um sich mit den Umweltproblemen in Nürnberg und der Umgebung auseinanderzusetzen.
Das Ziel dabei ist das erste internationale Projekttreffen im März 2018 in Polen, wo die einzelnen Themengruppen-Vertreter, die bis dahin gefundenen Ergebnisse präsentieren.
Innerhalb der Erasmus+ -Gruppe gibt es drei Themen, auf die wir uns spezialisiert haben. Zum einen die Luftverschmutzung, Probleme die durch unseren Flughafen auftreten, und Gewässerverschmutzung. Genauer gesagt Verschmutzung durch Mikroplastik, das sich in Nürnbergs Gewässern befindet und negative Folgen für Mensch, Tier und Umwelt hat. 

Als wir anfingen uns mit dem Thema „Mikroplastik“ auseinanderzusetzen, wurde uns schnell bewusst, dass wir professionelle Hilfe benötigen, da es im Internet oder in der Zeitung kaum Antworten auf unsere Fragen gab. Also kontaktierten wir Greenpeace und baten um ein persönliches Treffen mit einer Geochemikerin an unserer Schule.
Zwei Wochen später war es soweit und die Marine Umweltwissenschaftlerin Dr. Katrin Heindel (Geologin, Geochemikerin), sowie ehrenamtliche Mitarbeiterin von Greenpeace, kam für ein Interview zu uns.  Dabei konnten viele Fragen rund um das Thema „Mikroplastik“ beantwortet werden.
Beispielsweise wurden uns die Ursachen, die Definition, die Folgen und Verbreitung von Mikroplastik in der Umwelt bzw. Gewässern nahegebracht. Gemeinsam mit K. Heindel analysierten wir Wasser- und Sedimentproben aus Nürnbergs Gewässern im Sedimentlabor der Paläoumwelt (Geozentrum Nordbayern, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen). Um die Mikroplastikpartikel sichtbar und zählbar zu machen, wurden die Proben gesiebt, geschlämmt und getrocknet. Dadurch können die Plastikpartikel von natürlichen Bestandteilen (z.B. Sandkörner, Pflanzenreste) unter dem Mikroskop unterschieden werden.
Mit diesen Ergebnissen und Informationen von K. Heindel konnten wir unsere Präsentation zu den Ursachen von Mikroplastikverschmutzung in Nürnbergs Gewässern für das erste Projekttreffen in Polen erstellen.
Als nächstes wird unsere Gruppe an möglichen gesundheitlichen Folgen von Mikroplastikverschmutzung in der Umwelt arbeiten und die Ergebnisse bei einem weiteren Treffen in Ungarn präsentieren. 

Wir bedanken uns bei K. Heindel und den Mitarbeitern (v.a. Birgit Leipner-Mata) am Lehrstuhl für Paläoumwelt (Geozentrum Nordbayern der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen) für ihre Hilfe und Zeit.